| Jordanien - Seine überwältigende Vielfalt mache das Land zwischen Jordan und Wüste zu einem der faszinierendsten Reiseziele im Nahen Osten, so die einhellige Meinung von Reisenden nach dem Erlebnis der grandiosen Naturlandschaften und historischen Glanzlichter des Haschemitenreichs. Hier gewinnt das Geschehen des Alten und Neuen Testaments Transparenz, wird die griechisch-römische Antike lebendig, erhält die islamische Frühzeit deutliche Konturen. Das karge Leben der Beduinen wird für Momente sichtbar und noch jeder Besucher stößt irgendwann auf die Spuren des geheimnisumwitterten Lawrence von Arabien. Nicht minder legendär: die Hedjas-Bahn, die gemächlich durch Geschichte und Gegenwart dampft, während die bizarre Welt der Wüsten, Wadis und Felsenmeere im weiten, leeren Süden zurückbleibt, das Tote Meer in der Ferne glitzert und fast zum Greifen nahe das fruchtbare Jordan-Tal Kühle und Frische verspricht. Das moderne Königreich, ein junges Land mit alter Geschichte, wo sich die Wege vieler Völker kreuzten, wo Propheten predigten, Wunder geschahen und Konfessionen ihren Ursprung haben, ist auch ein Ort traditioneller Gastfreundschaft, die den fremden Besuchern die Gewißheit gibt, willkommen und geborgen zu sein. Amman bietet sich als ideale Ausgangsbasis für Exkursionen in den nördlichen Landesteil an. Die jordanische Hauptstadt, einst auf sieben Hügeln erbaut, ist heute eine moderne, sehr westlich geprägte Stadt mit großzügig gestalteten Geschäfts- und Verwaltungszentren, erstklassigen Hotels, vielen Museen und einer lebendigen Kunstszene. Aber sie kann auch mit bemerkenswerten historischen Stätten aus ihrer langen Geschichte aufwarten. Ihr Archäologisches Museum birgt u.a. einige der berühmten Schriftrollen vom Toten Meer. Gerade eine halbe Autostunde nördlich von Amman liegt Jerash, das frühere Gerasa, ein uralter Siedlungsplatz, dessen antike Stadtviertel, Tempel und Theaterbauten, Plätze und Brunnen heute als eines der weltweit besterhaltenen Beispiele einer römischen Provinzstadt gelten. Gerasa war wie Amman (das damals Philadelphia hieß) und auch Damaskus während der griechisch-römischen Epoche Mitglied der Dekapolis, einer Konföderation von zehn Städten mit ähnlich gelagerten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen. Ein interessanter Abstecher führt von Jerash zur 1184 von einem Neffen des berühmten Sultans Saladin erbauten Burg Ajloun, einem imposanten Beispiel islamischer Militärarchitektur. Aus seiner Position auf einer Bergkuppe beherrschte die Burg die durch das Jordantal führenden Handelswege. Auch Umm Qais, das historische Gadara, versteckt an einem Berghang nahe der syrischen Grenze gelegen, zählte zu den Städten der Dekapolis. Bauten und Kunstwerke der Griechen und Römer und aus der Zeit der byzantinischen und osmanischen Machthaber zeugen von der Bedeutung dieses strategisch wichtigen Ortes. Von seiner Terrasse öffnet sich ein atemberaubender Blick auf den See Genezareth und die syrischen Golanhöhen. Reich an antiken Sehenswürdigkeiten ist auch Pella, das heutige Tabaqet Fahil, ebenfalls Mitglied des Städtebundes.In den Wüstengebieten östlich von Amman liegen einige befestigte Schlösser und Paläste, die im 8. Jahrhundert von den Herrschern der Omaijaden- Dynastie als Domizile für die Jagd und den Müßiggang errichtet wurden, darunter das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Qusair Amra mit hinreißenden Fresken und Mosaikfragmenten. Auch das vermutlich als Karawanserei und Lustschloß genutzte, festungsgleiche Qasr Kharanah und das aus einem römischen Fort in einen Omaijaden-Palast verwandelte Qasr al-Hallabat sind sehenswert, übertroffen vielleicht noch von Qasr Azraq in der gleichnamigen Oase an der Wüstenstraße nach Saudi-Arabien. Hier, hinter den Mauern des Kastells, plante Oberst T.E. Lawrence ("Lawrence von Arabien") seinen Angriff auf Damaskus, um die Stadt von den Türken zu befreien. An die Nordspitze des Toten Meeres, südwestlich von Amman, führt die uralte Karawanenroute "Straße der Könige". Der Berg Nebo überragt hier das Jordantal. Nach der Überlieferung soll Moses von seinem Gipfel das "gelobte Land" erblickt haben, sei hier gestorben und im nahen Tal beerdigt und nahebei, vom Hügel Tell Mar Elias, soll der Prophet Elijah "im Wirbelwind gen Himmel aufgestiegen" sein. In der benachbarten Ausgrabungsstätte Bethanien jenseits des Jordan läßt sich jene Höhle besuchen, in der Johannes der Täufer lebte, als er Jesus taufte. Eine kurze Wegstrecke entfernt, im antiken Machaerus, dem heutigen Mukawir, wo einst Herodes residierte, soll sich das tragische Ende des Johannes abgespielt haben, als die tanzende Salome seinen Kopf forderte. Die geschäftige Marktstadt Madaba (in der Bibel als die moabitische Stadt Medeba erwähnt) an der "Straße der Könige" birgt eine einzigartige Kostbarkeit in ihrer griech.-orth. St. Georg -Kirche: eine Mosaik-Landkarte des heiligen Landes, angefertigt um 560 n. Chr., ursprünglich 15,7 mal 5,6 m groß und zusammengefügt aus ca. 2 Mill. Steinchen. | |
B | Baden - Aqaba, Jordaniens einzige Stadt am Meer, ist nicht nur als Hafen von Bedeutung. Sie ist ein touristischer Brennpunkt mit einer guten Infrastruktur, ein Eldorado für Badegäste, die ein gleichbleibend warmes Klima und kristallklares Wasser zu schätzen wissen. Unter Schnorchlern und Tauchern hat die Unterwasserwelt der farbenprächtigen Korallenriffe vor Aqaba einen schon legendären Ruf. |
E | Essen und Trinken - Die wenigen Restaurants, die nach der Einführung des allgemeinen Alkoholverbots von 1969 den Betrieb nicht eingestellt haben, sind teuer. Hotelrestaurants sind im Allgemeinen nicht empfehlenswert, oft jedoch die einzige Möglichkeit, eine Mahlzeit zu erhalten. Zu den traditionellen Gerichten gehören Couscous mit Hühner-, Lammfleisch oder Gemüse und Ruuz, ein Reisgericht mit unterschiedlichen Gewürzen, Fleisch und Gemüse. Obwohl traditionell mit der rechten Hand gegessen wird, steht in der Regel auch Besteck zur Verfügung.
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G | Geld - die jordanische Währung ist der jordanische Dinar, Kurs (04/2007) 1 Jordanian Dinar = 1.05 Euro
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H | Hotels - Informationen folgen |
I | Impfungen -Es sind keine Impfungen vorgeschrieben (s.o.). Aktuelle Empfehlungen > |
K | Kultur -Informationen folgen |
M | Medikamente - Informationen folgen |
R | Ramadan - In dieser Zeit wird in arabischen Länden tagsüber gefastet, das Leben verlangsamt sich zusätzlich, nachts wird dafür intensiv gefeiert - mehr bei Wikipedia |
S | Sicherheit - Informationen folgen
Sprache - Sprache: Amtssprache ist das (Hoch)-Arabische, Umgangssprache ein levantinisch-arabischer Dialekt. Englisch ist in den mittleren und gehobenen Schichten geläufig und auch an den touristischen Brennpunkten weit verbreitet. |
T | Tauchen - Informationen folgen |
V | Visum - Bürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz benötigen einen Reisepaß, der bei der Einreise nach Jordanien noch mindestens sechs Monate gültig ist. Außerdem ist ein Visum notwendig, das von den jordanischen Botschaften ausgestellt wird. Der Kinderausweis (am besten mit Lichtbild) wird anerkannt, ebenso der Eintrag des Kindes im Reisepaß eines Elternteils. Die jordanische Landeswährung Dinar darf weder ein- noch ausgeführt werden. Zollfrei eingeführt werden dürfen 200 Zigaretten oder entsprechende Mengen anderer Tabakprodukte sowie ein Liter Spirituosen. Verkehr - Das Netz der asphaltierten Straßen und autobahnähnlichen Schnellstraßen umfasst ca. 8.000 km. In Nord-Süd-Richtung verläuft die einzige Eisenbahnlinie Jordaniens, Teil der legendären Hedjaz-Bahn, die 1908 als Schmalspurstrecke zwischen dem syrischen Damaskus und dem saudi-arabischen Medina erbaut und im 1. Weltkrieg teilweise zerstört wurde. In Jordanien ist sie wieder hergestellt (677 km) und dient als nostalgische, rund zehn gemütliche Stunden Fahrzeit beanspruchende Verbindung zwischen Amman und Damaskus. Ihr südlicher Teil wird ausschließlich für Phosphat-Transporte zum einzigen Seehafen Aqaba genutzt. |
W | Wetter - Der Westen Jordaniens mit dem Jordan-Graben und dem anschließenden Bergland liegt noch im Einflussbereich des mediterranen Klimas mit trockenen, warmen Sommern und milden, relativ regenreichen Wintern. Östlich des Hauptkamms des Berglandes und in den südlichen Regionen dominieren dagegen Steppen- und arides Wüstenklima mit von Norden nach Süden und von Westen nach Osten abnehmender Niederschlagsintensität und ansteigenden Temperaturen. So sind fast vier Fünftel der Gesamtfläche Jordaniens einem extrem trockenen und heißen Klima ausgesetzt. Regenfeldbau (Voraussetzung: mindestens 300 mm Niederschlag) ist auf Grund dieser extremen Bedingungen auf nur 4-6 % der Landesfläche möglich. Angenehmste Reisezeit sind das Frühjahr und der Herbst. In den Hochsommermonaten sollten nur hitzeerprobte Besucher das Land bereisen. aktuelles Wetter > |
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